Sachsen: Aus dem Kulturhaus
wurde ein Bürgerhaus

 

von Dr. Anita Maaß, hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Lommatzsch 

Was wird aus einem Kulturhaus, wenn eine Stadt keinen Pächter mehr findet? Ein Bürgerhaus für die Einwohner der Stadt! Die kleine Stadt Lommatzsch bietet hierfür ein erfolgreiches Beispiel.

 

Das Schützenhaus Lommatzsch (Foto: Stadt Lommatzsch)

 

Lommatzsch liegt in der sächsischen Region Lommatzscher Pflege und hat rund 5.300 Einwohner. Das "Schützenhaus Lommatzsch" wurde 1806 als Gasthaus für die heimische Schützengesellschaft erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts ergänzten ein kleiner Saal, ein großer Ballsaal und eine Kegelbahn das Gebäude. Das Schützenhaus entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugs- und Tanzlokal für Jung und Alt. Nach Auflösung der Schützengesellschaft ging das Eigentum am Schützenhaus auf die Stadt Lommatzsch über. Zwischen 1945 und 1990 trug der Gebäudekomplex den Namen Volkshaus. Als Gaststätte der Handelsorganisation in der DDR (HO-Gaststätte) war das Lokal überörtlich bekannt. Besonders beliebt waren die zahlreichen Faschingsveranstaltungen des Lommatzscher Carneval Clubs (LCC) und die Betriebsfeiern der hiesigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und der einheimischen Betriebe. Nach der politischen Wende 1989 teilte die HO-Gaststätte das Schicksal vieler Restaurants und wurde 1995 geschlossen.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie im Heft 6/2013.