Demographischer Zeitenwandel
im Sport

 

von Stefan Eckl

Die Bevölkerungszahl in Deutschland schrumpft, der demographische Wandel ist in aller Munde. In aller Munde? Eher noch stiefmütterlich werden die Folgen für einen zentralen kommunalen Bereich diskutiert, und zwar für den Bereich Sport und Bewegung. Hier sind zum Teil gravierende Folgen zu erwarten, aus denen sich jedoch auch Chancen für eine effektive Förderung von Sport und Bewegung ergeben können.

Der demographische Wandel, so zeigen die Untersuchungen und Prognosen u.a. des Bundesamtes für Bauwesen und Bauordnung, wird sich in Deutschland regional unterschiedlich darstellen. Auf der einen Seite gibt es wenige Metropolregionen, die weiterhin mit einem Bevölkerungswachstum rechnen dürfen. Auf der anderen Seite haben wir ganze Landstriche, die sich sukzessive entvölkern. Parallel dazu steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung an, die Anzahl der Kinder und Jugendlichen ist rückläufig, während die Anzahl der Älteren steigt. Das Altersgefüge verändert sich also in den kommenden Jahren dramatisch, unabhängig von der absoluten Anzahl der Einwohner.

 

Herausforderungen
für die Sportvereine

Schon allein diese Tatsache stellt die Sportvereine und die Sportfachverbände vor neue Herausforderungen. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat im Jahr 2009 im Auftrag des baden-württembergischen Landessportverbandes Prognosen für die Entwicklung der Mitgliederzahlen bis zum Jahr 2030 herausgegeben. Ergebnisse dieser Vorausberechnungen sind, dass die Mitgliederzahlen bei den Kindern und Jugendlichen um 20 Prozent, bei den jungen Erwachsenen bis 27 Jahren um 18 Prozent, bei den 27- bis 40-Jährigen um elf Prozent und bei den 41- bis 65-Jährigen um 15 Prozent zurückgehen werden. Dem gegenüber ist bei den Mitgliedern über 65 Jahren eine Steigerung von 39 Prozent zu erwarten. In absoluten Zahlen bedeutet dies für Baden-Württemberg, dass die Sportvereine bis zum Jahr 2030 531.500 Mitglieder unter 65 Jahren verlieren und etwa 239.000 Mitglieder über 65 Jahren hinzugewinnen werden. Ebenfalls absolut betrachtet, werden die Sportfachverbände Turnen und Fußball am stärksten von diesem Wandel betroffen sein (Turnen - 87.700, Fußball - 82.000). In den Prognosen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg verlieren alle Sportfachverbände an Mitgliedern - mit Ausnahme der Sportart Golf.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie im Heft 4/2013.